Samstag, 6. Februar 2010

Santander und nun???????




Ich glaube wir sind schon zwei besondere Pilgerinnen.
Nun, zwei besondere Freundinnen sind wir ja sowieso. Viel Worte brauchen wir beide nicht, das klappt auch so bei uns und hätten wir dazu Bestätigung gebraucht, unser kurzer Tripp wäre mehr als geeignet gewesen.

Aber davon wollte ich ja gar nicht erzählen.
Besondere Pilgerinen sind wir auch deshalb, weil wir uns nicht wirklich entschieden hatten, was wir nun letztendlich machen. Um frei in unseren Entscheidungen zu sein, hat Evelyn erst mal im Frühjahr unseren Hinflug nach Santander gebucht und den Rückflug nur ganze 10 Tage später von Santiago zurück... Ja leider haben wir nicht mehr Zeit gehabt und deshalb einfach mal beschlossen, dass es so besser ist, als nur jahrelang zu träumen. Wir hatten also für 10 Tage so läppische 500 km Verfügung.
Los ging es in Hahn und herrlich unkompliziert. Selbst unsere Rucksäcke waren gar kein Problem, außer dass meiner nun doch 9 Kilo auf die Waage brachte. Das lag an meinem etwas altbackenem Schlafsack 2,3 kg, auf den ich nicht verzichten wollte. Ich war aber insgesamt kein Ausrüstunggenie und wusste genau, dass ich wie eine Anfängerin daher kam. Aber die bin ich ja nun mal auch.
Evelyn war da viel besser vorbereitet und so hatte sie Traumhafte 7Kg auf dem Buckel.

Ach ja unser Flug war am 23. 9. 09. mittags sind wir in Santander aus dem Flieger gespuckt worden, froh die abenteuerliche Landung eines offensichtlichen Flugschülers überlebt zu haben.
Wir gingen nach der Ankunft einfach den meisten Rucksacktouristen nach, in der festen Überzeugung, wir haben ja alle das gleiche Ziel. Dabei waren einige unterwegs zu ihrem Startpunkt Leon auf dem Camino Frances oder ähnlichem.
Wir fuhren trotzdem mit einem ziemlich großen Pulk Pilger vom Flughafen in die Stadt und tranken erst mal einen schönen spanischen Kaffee, staunten über den Ort an dem wir vom Flieger ausgespuckt worden waren und ließen das laute Spanien erst mal auf uns wirken.
Aber wir waren wir so heiß darauf, endlich auf dem Camino zu laufen, endlich gen Westen zu gehen, raus zu kommen, dorthin wo wir uns spüren, die Sonne spüren, den Wind und das Glück...

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